Lernen von Hl. Maria Magdalena

02.07.2026 13:04

Lernen von Maria Magdalena /

Bereuen, Fußwaschung, Bei Jesus stehen, Dienst der Frau

 

  1. Liebe, Glaube, Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit

 

Maria Magdalena bzw. Maria von Magdala, soll die Frau gewesen sein, die die Füße Jesu mit Tränen gewaschen hat und mit ihren Haaren abgetrocknet hat. (manche Kirchen führen die Identität dieser hingebungsvollen Frau nicht auf Maria Magdalen zurück)

An dieser Handlung werden mehrere Aspekte deutlich, das wichtigste ist, dass Liebe und Glaube an Herrn Jesus seitens Maria Magdalena bzw. der Büßerin durch dieses Zeichen offenbar werden.

 

 

36 Es bat ihn aber einer der Pharisäer, daß er mit ihm essen möchte; und er ging in das Haus des Pharisäers und legte sich zu Tische.(Lukas 11.37) 37 Und siehe, da war ein Weib in der Stadt, die eine Sünderin war; und als sie erfahren hatte, daß er in dem Hause des Pharisäers zu Tische liege, brachte sie eine Alabasterflasche mit Salbe;(Markus 14.3) 38 und hinten zu seinen Füßen stehend und weinend, fing sie an, seine Füße mit Tränen zu benetzen; und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes und küßte seine Füße sehr und salbte sie mit der Salbe. 39 Als es aber der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so würde er erkennen, wer und was für ein Weib es ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin. 40 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber spricht: Lehrer, sage an. 41 Ein gewisser Gläubiger hatte zwei Schuldner; der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig; 42 da sie aber nicht hatten zu bezahlen, schenkte er es beiden. Wer nun von ihnen, [sage] wird ihn am meisten lieben? 43 Simon aber antwortete und sprach: Ich meine, dem er das meiste geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. 44 Und sich zu dem Weibe wendend, sprach er zu Simon: Siehst du dieses Weib? Ich bin in dein Haus gekommen, du hast mir kein Wasser auf meine Füße gegeben; diese aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihren Haaren getrocknet.(1. Mose 18.4) 45 Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese aber hat, seitdem ich hereingekommen bin, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen.(Römer 16.16) 46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; diese aber hat mit Salbe meine Füße gesalbt. 47 Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. 48 Er aber sprach zu ihr: Deine Sünden sind vergeben. 49 Und die mit zu Tische lagen, fingen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der auch Sünden vergibt?(Lukas 5.21) 50 Er sprach aber zu dem Weibe: Dein Glaube hat dich errettet; gehe hin in Frieden.(Lukas 8.48) (Lukas 17.19) (Lukas 18.42)

https://www.bibel-online.net/buch/elberfelder_1905/lukas/7/#36

 

Aus der gesamten Handlung erkennt Gott, dass der Grund für die Tränen von Maria darin liegt, dass sie sich ihrer Sünden bewusst ist bzw. die Erkenntnis der Größe von Jesus in Anbetracht ihrer eigener Sünden. Jesus erkennt ihre Liebe und ihren Glauben und vergibt ihr.

Für uns, die sich als Sünder erkannt haben in ähnlicher Weise, was der erste Schritt einer Busse ist, kann man aus den Worten Jesus auch erkennen, dass nicht nach dem Maß unserer Sünden Gott an uns handelt und uns bestraft, sondern er erkennt die Reue an und  vergibt.

Jesus erkennt aber auch den Unterschied zwischen den Menschen, die sich als Gerechte betrachten und den Menschen, die diesen Teil der Buße , nämlich die Erkenntnis der Sündhaftigkeit  besitzen, und schätzt diese hoch. So sagt er an einer anderen Stelle in Lukas 5, Vers 32

„ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“ https://www.bibel-online.net/buch/elberfelder_1905/lukas/5/32

Mehr Infos: https://www.theopollita.eu/news/der-weg-zur-rettung/

 

 

Punkt 2

Über die Fußwaschung als Zeichen

Die Fußwaschung bringt die Büßerin bzw. Maria Magdalena Jesus dar noch bevor er am Abend Mal selbst die Fußwaschung für die Jünger als Zeichen einsetzt für die Demut, der Bereitschaft dem anderen zu dienen und „der kleinste zu sein“ Vielmehr sagt Jesus, „wer von euch der Größte sein will, soll euer aller Diener sein“. Doch das Zeichen der Fußwaschung bringt im neuen Testament nur die Büßerin und kein andere, und keiner der 12 Jünger und Apostel Christi.

Punkt 3

Ist die Maria Magdalena eine verkannte Apostolin?

Apostel zu sein, dem Namen nach bedeutet Bote zu sein. Auch wenn Maria Magdalena nicht unter den zwölf Aposteln war, wurde sie vom Herrn selbst als Botschafterin seiner Auferstehung ausgesandt den Aposteln zu berichten davon.

9 Als sie [Maria Magdalena und die anderen zwei Myronträgerinen] aber hingingen, es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da kam Jesus ihnen entgegen und sprach: Seid gegrüßt! Sie aber traten herzu, umfaßten seine Füße und huldigten ihm. 10 Da spricht Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht; gehet hin, verkündet meinen Brüdern, daß sie hingehen nach Galiläa, und daselbst werden sie mich sehen.(Hebräer 2.11).

https://www.bibel-online.net/buch/elberfelder_1905/matthaeus/28/#7

Wie bekannt, haben die Apostel Maria Magdalena nicht geglaubt.

Auch  bei der Ersatzwahl für den abgefallenen Apostel Judas kam Maria Magdalena nicht in Betracht. Man kann nur spekulieren, warum. Fest steht, dass die Gefahren für Frauen bei einem Einsatz als Botschafterinen Christi zu der damaligen Zeit hoch waren und ihre Stellung nicht angesehen war. Unabhängig ob dem Nichtanerkennen der anderen Jünger ging zum Beispiel Maria Magdalen zum damaligen römischen Kaiser z. B und verkündigte Jesus als den Auferstandenen und verlangte Gerechtigkeit für seine Ermordung in seinem irdischen Leben. Vgl https://orthpedia.de/index.php/Maria_Magdalena,_Apostelgleiche .

Besonders prägnant wird ihre Verkündigung als sich auf Zweifel des Kaisers hin ein Ei in Maria Magdalenas Hand rot färbt : https://eb-hessen.de/maria-magdalena/ .

 

Das Anerkennen von Maria Magdalena als „Apostelgleiche“ geschah im Westen bzw. in der katholischen Kirche erst 2016. Während sowohl das frühe Christentum bereits in den ersten Jahrhunderten und die Orthodoxe Kirche als “Apostelgleiche“sie schätzte , sie jedoch nicht.  Bzw. nie aber als  Apostolin anerkannt wurde.

 

4 Kein Dienst der Frau in der Kirche bedeutet aber nicht kein Dienst der Frau außerhalb der Kirche

Obwohl in der Bibel das Prädigen der Frauen in der Kirche abgelehnt wird, so heißt es jedoch auch in Galater 3, Vers 28:

„28 Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Weib; denn ihr alle seid einer in Christo Jesu.(Römer 10.12) (1. Korinther 12.13)https://www.bibel-online.net/buch/elberfelder_1905/galater/3/#28

 

Auch wird im neuen Testament auf Aquila und Priszilla hingewiesen, die Apolos über Jesus lehrten:

„25 Dieser war in dem Wege des Herrn unterwiesen, und, brünstig im Geist, redete und lehrte er sorgfältig die Dinge von Jesu, wiewohl er nur die Taufe Johannes' kannte.(Apostelgeschichte 19.3) 26 Und dieser fing an, freimütig in der Synagoge zu reden. Als aber Aquila und Priscilla ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes genauer aus.  „

Auch die Heilige Nina von Georgien, die eine starke Missionarin in Georgien war wird als „Apostelgleiche“ in der orthodoxen Kirche angesehen.

 

Das Problem einer Anerkennung von Maria Magdalena als Apostelin lässt sich abschließend nicht auf Christus selbst beziehen, da er persönlich Maria Magdalena beauftragt. In wie fern das jedoch als richtungsweisend für die Kirche sein sollte oder auch nicht, vermag ich nicht zu sagen.

Ob ein Dienst von Frauen vielleicht schädlich wäre oder eher ein Verlust es für die Kirche ist, auf Frauen zu verzichten, möchte ich auch nicht urteilen. Aus der Perspektive von Frauen, bietet ein Dienst an Gott außerhalb von Kirche, welcher nirgendwo in der Bibel beschränkt ist, durchaus auch Vorteile. Eine Hauptorientierung muss schließendlich an der Wahrheit und Liebe Christi anhand der Bibel, dem Gebet und Anleitung Jesu geschehen. Alles zum Lobpreis Gottes, weder jedoch des Mannes und noch der Frau.

Als beeindruckend und vorbildhaft muss man jedoch die Tatsache auch anerkennen, dass Maria Magdalena und andere Jüngerinnen Christi zusammen mit Mutter Maria und einzig dem Apostel Johannes neben Jesus  bis zum Schluss standen. In seinen schmerzhaftesten Stunden flohen sie nicht und entsagten sich seiner auch nicht.

 

Aleksandra Franke 02.07.26